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Mit Sieg in die neue Klasse gestartet

Sonntag, 3. August 2025 · 15:00 UhrA-Klasse Kusel-Kaiserslautern

Schiedsrichter: Luca Kevin Dieterich

Zuschauer: 100

90

A-Klasse KUS-KL: TuS 04 II-SG Oberarnbach/O.-K./B 4:3 (2:1)

Spielbericht vom 4. August 2025

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Nach dem 0:4 gehen die Köpfe runter

    Aufsteiger TuS 04 Hohenecken gelingt zum Auftakt in die Verbandsligasaison ein klarer Sieg im Derby gegen den Lokalrivalen SV Steinwenden


    Gegen den SV Steinwenden waren die Hohenecker Verbandsliga-Fußballer extra motiviert. „Das ist ein Derby, das ist unser Feind, da wollen wir unbedingt gewinnen, das sehen die genauso“, erklärte TuS 04-Trainer Benjamin Hassenfratz vor der Partie (4:1).
    Für den TuS 04 Hohenecken war der Abstieg in die Landesliga in der Saison 2023/24 ein unerwarteter Ausrutscher. Entsprechend gelang der sofortige Wiederaufstieg, wenn auch nicht direkt, man musste sich noch in den Aufstiegsspielen durchsetzen. Trainer Benjamin Hassenfratz blickt positiv auf die Zeit in der Landesliga zurück: „Das Jahr hat uns definitiv gutgetan, um junge Spieler heranzuführen und auf die Verbandsliga vorzubereiten. Wir sind auf jeden Fall weiter als vor zwei Jahren.“
    Dem TuS 04-Coach steht ein 22-Mann-Kader mit vier Neuzugängen zur Verfügung. Das Gerüst der letzten Jahre ist zusammengeblieben, sodass die Spieler genau wissen, „was ich spielen will“, sagt Benjamin Hassenfratz.
    Zwei der Neuzugänge standen zum Saisonauftakt gegen den Lokalrivalen SV Steinwenden direkt in der Startelf: Torhüter Constantin Levy Haag und Innenverteidiger Robin Purdy, der von Oberligaabsteiger SV Morlautern kam und viel Erfahrung mitbringt.
    Trotz aller Motivation hatte der TuS 04 zunächst große Probleme, in die Partie zu kommen und zu seinem Spiel zu finden. Der SV Steinwenden agierte gewohnt aggressiv und Hohenecken war „noch nicht auf der Höhe. Es hat sich wieder wie Neuland angefühlt, obwohl es eigentlich gewohntes Terrain ist“, haderte Benjamin Hassenfratz.
    So hatte der Gastgeber Glück, nicht in Rückstand zu geraten. „Das Spiel war in der ersten Halbzeit auf unserer Seite, wir hatten die besseren Chancen und müssen eigentlich in Führung gehen“, sagte Steinwendens Spielertrainer Sascha Hammann. Tatsächlich spielten sich die Gäste einige hochkarätige Torchancen heraus, hatten zum Teil Pech mit Lattentreffern.
    So war es bezeichnend, dass Hohenecken in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen Elfmeter zugesprochen bekam. „Ob es ein Elfmeter war oder nicht, kann ich schwer beurteilen, die einen sagen ja, die anderen sagen nein. Es hat mich einfach geärgert, weil wir in dem Moment viel zu hochgestanden haben, was nicht nötig war“, klagte Hammann. Dennie Reh verwandelt sicher zum 1:0 (45. + 2), sodass der TuS 04 mit einer Führung in die Pause ging. „Das ist für uns ein leidiges Thema, wie schon letzte Saison. Wir haben viele gute Spiele gemacht, uns aber nicht belohnt. Das war heute in der ersten Halbzeit wieder so“, kritisierte Hammann.
    Für die Gastgeber kam das Tor jedoch zum perfekten Zeitpunkt: „Es war der Brustlöser, wir wussten, okay, wir führen jetzt, wir können sicherer aufspielen. Das hat uns die nötige Sicherheit gegeben, unser Spiel aufzuziehen“, meinte Benjamin Hassenfratz.
    Der SV Steinwenden war zunächst bemüht, sich davon nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Er hatte ja noch eine gesamte Halbzeit, die Partie wieder zu drehen und wollte sein Spiel weiterspielen. „Doch was dann passiert ist, darf nicht passieren, das war ein kollektives Versagen“, haderte Hammann mit dem Start in die zweite Halbzeit. Hohenecken kam wie ausgewechselt aus der Kabine, war deutlich aggressiver, spielte seine Chancen gnadenlos aus und reagierte mit einem Doppelschlag mit den Toren zum 2:0 durch Sergen Tok in der 49. Minute und zum 3:0 durch Enrico Wolf in der 54. Minute, die nahezu Kopien voneinander waren.
    Ein geschickter Pass in die Tiefe, die Abwehr überspielt und den eigenen Mann ins Eins-gegen-eins-Duell mit dem Torhüter geschickt: „Das darf nicht passieren, wenn man mit Dreier-, beziehungsweise Fünferkette spielt, dass man da so in zwei Laufduelle geschickt wird. Unsere Innenverteidigung hat gerade gegen Sergen Tok, der ein brutales Tempo hat, keine Chance“, kritisierte Hammann.
    Doch das 3:0 war noch keine Vorentscheidung, das wusste auch Benjamin Hassenfratz, der sich zu diesem Zeitpunkt noch längst nicht siegessicher war, schließlich war noch mehr als genug Zeit zu spielen und Steinwenden ein Team, das immer an ein Comeback glaubt.
    Zehn Minuten später fiel dann jedoch mit dem 4:0 (64.) die Entscheidung. Ganz bitter für Steinwenden, denn TuS-Kapitän Lukas Kallenbach wurde bei einem Klärungsversuch der SV-Abwehr fünf Meter vor dem Tor angeschossen, der Ball prallte unhaltbar ins Eck. „Ein ganz blödes Tor“, so Hammann, dessen Jungs nach dem vierten Gegentreffer den Glauben an ein Comeback verloren, „die Köpfe gingen runter“.
    Der TuS 04 Hohenecken bekam dann auch noch zu Unrecht einen weiteren Elfmeter zugesprochen – das Foul hatte sich knapp außerhalb des Strafraums ereignet –, er vergab diesen jedoch. Der Ehrentreffer zum (79.) durch Daniel Meisenheimer kam viel zu spät. Steinwenden Spielertrainer Hammann resümierte: „Hohenecken war in der zweiten Halbzeit definitiv die bessere Mannschaft, weil sie dann auch energischer und giftiger im Zweikampf waren. Sie haben letztendlich verdient gewonnen, auch wenn das Ergebnis etwas zu hoch ausfiel.“
    Benjamin Hassenfratz war sehr zufrieden mit dem Auftakt seiner Mannschaft: „Wie gemalt, so haben wir uns das gewünscht, jetzt haben wir die ersten Punkte. Wir wollen uns in der Liga behaupten, wollen drinbleiben, alles weitere sehen wir dann. Die Leistung heute stimmt mich sehr optimistisch, es wird trotzdem sehr schwer werden. Jedes Spiel muss neu gespielt werden und wir müssen diese Leistung auch auf fremden Plätzen und gegen die Topteams der Liga abrufen.“

     

    Quelle
    Ausgabe: Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 178
    Datum: Montag, den 4. August 2025, Seite 19
    Bericht von Martin Kling